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Dein Schatten lässt dich niemals allein


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Klaus veröffentlicht sein „Lebensliederbuch“
Mittwoch, den 18. Juni 2025 um 00:00 Uhr
Nacht der Songwriter_Eichhof_15.07.24_Fairnie_Adamaschek_ShiregreenKlaus_Adamaschek_LebensLiederBuch_ShiregreenIn dieser Woche ist Klaus’ "Lebensliederbuch" erschienen, der Titel lautet "Dein Schatten lässt dich niemals allein". Das 220 Seiten starke Buch ist, wie immer bei Shiregreen, eine sehr persönliche Mischung aus biografischen Erinnerungen und zeitkritischen Gedanken und lädt zu einer musikalisch-literarischen Zeitreise ein. Die Seele des Buches sind aber die achtzig in den biographischen Kontext eingebetteten Liedtexte. Das Buch ist überall im Buchhandel zu haben, am besten aber direkt bei uns. Und hier zum Einstieg das Vorwort von Klaus ...

Was ist ein Lebensliederbuch und warum eigentlich?

„Dein Schatten lässt dich niemals allein” - das klingt im ersten Moment ein wenig profan und ziemlich selbstverständlich. Erst im zweiten Moment erschließt sich die Ambivalenz dieses Bildes, denn ein Schatten ist nicht nur immer bei dir, er liegt auch wie eine Last auf dir. Ich mag dieses Bild sehr, und ich habe es gleich zweimal in meinen Songs genutzt, einmal in „Dreams And Shadows” (2008) und später dann auch in „Kein Herz ist Stein” (2015). Aber jetzt bin ich ja gleich mittendrin! 
Vielleicht sollte ich zuallererst einmal klarstellen, dass ich kein Schriftsteller bin. Klar, ich habe irgendwann Germanistik studiert, ich lese gerne gute Bücher und als junger Mann habe ich auch einige recht anarchistische Pamphlete veröffentlicht. Doch im Grunde meiner Seele bin ich Liedermacher. Meine Botschaften haben vier bis fünf Strophen, mal mehr, mal weniger, und einen griffigen Refrain, und das war’s dann auch. Der ganz große Wurf, eine lebensüberspannende Geschichte, ich glaube, das würde meine Songwriterseele hoffnungslos überfordern. Ich mag es lieber in kleinen Häppchen. Und so ist mein Lebensliederbuch aus literarischem Blickwinkel wohl eher leichte Kost, ein lockeres Sammelsurium aus Erinnerungen und rückblickenden Bewertungen. 
Der Auslöser für meinen Ausflug in die Literatur war das Silvester fest 2022. Am fortgeschrittenen Abend wurde mir plötzlich klar, dass dies mein sechsundsechzigstes Silvester und somit mein erster Jahreswechsel mit einer dreifachen Alliteration war. Ich mag Alliterationen, sie lassen selbst die an sich schwerfällige deutsche Sprache ein wenig eleganter fließen und geben der Formulierung einen Hauch von schwereloser Einzigartigkeit. Und sie sind eines der wenigen Dinge, die mir aus dem Deutschunterricht am Schalker Gymnasium in Erinnerung geblieben sind. 
Wie auch immer, für mich war diese Alliteration eine Art Zeichen, dass es an der Zeit sein könnte, auf mein Leben und meine Lieder zurückzuschauen. Und da ich zu dieser Zeit wegen einer hartnäckigen Kehlkopfentzündung weder singen noch auftreten noch komponieren konnte, habe ich mich einfach mal an die Tastatur meines PCs gesetzt und munter drauflosgeschrieben. Silvester war also so etwas wie der Startimpuls, und daher taucht es auch immer wieder mal auf, eine Art Ankerplatz auf stürmischer See. 
Meine Arbeitsweise würde ich als „assoziativ-therapeutischen Schreibstil” kennzeichnen, keine Ahnung, ob es so etwas in der Literaturwissenschaft gibt, wahrscheinlich eher in der Psychologie. Aber was soll’s, so konnte ich, ausgehend von Silvester, frei drauflos assoziieren und all das zu Papier bringen, was am lautesten „Hier” gerufen hat. Und diese Freiheit habe ich mir dann auch hinlänglich genommen. 
Die Seele meines Lebensliederbuches ist das Zusammenwirken von prägenden Erlebnissen, historischen Ereignissen und den Liedern, die daraus erwachsen sind. Denn zunehmend begriff ich den Schreibprozess auch als Chance, meine Lieder dauerhaft zu verorten, ihnen eine biografische Heimat zu geben. Manchmal hat meine Liedermacherseele unmittelbar, innerhalb von wenigen Tagen oder Wochen, auf ein Ereignis reagiert, manchmal hat es Jahre oder Jahrzehnte gedauert, bis ich mich mit einem prägenden Erlebnis musikalisch auseinandergesetzt habe. Das ist auch der Grund, warum ich die Lieder nicht in der Lebensphase untergebracht habe, in der sie geschrieben wurden, sondern dort, wo ich rückblickend ihre Wurzeln vermute, denn dort gehören sie hin. 
Dieses entspannte Floaten zwischen den Zeitebenen führt allerdings immer wieder mal zu überraschenden Perspektivwechseln, und ich möchte den Lesern empfehlen, vor den Liedtexten einmal kurz innezuhalten und, wenn möglich, in den Song reinzuhören. Am Ende des Anhangs findet sich eine Übersicht, auf welchen Alben die Lieder zu finden sind, und wer Shiregreen nicht in seiner CD-Sammlung haben sollte, der findet das Stück sicher irgendwo im weltweiten Web. 
Insgesamt habe ich, seit ich Ende der Sechziger Jahre anfing zu schreiben, über 500 Lieder verfasst. Gut 50 davon, die sich biografisch unmittelbar verorten ließen, habe ich in den Text eingefügt. Weitere 30 finden sich in dem Anhang „Liederzeit”, auf viele davon wurde im Text Bezug genommen, und ich vertraue da ganz einfach mal auf das Einfühlungsvermögen der Leser. 
Bevor unsere kleine literarisch-musikalische Zeitreise nun endlich losgehen kann, möchte ich noch loswerden, dass ich eigentlich niemals vorhatte, irgendwann einmal meine Biografie zu schreiben. Ganz im Gegenteil gibt es so viele abschreckende Beispiele auf dem großen Jahrmarkt der Eitelkeiten, dass ich mich in diese Reihe nicht einordnen wollte. Mittlerweile weiß ich allerdings, dass es – jenseits von Dieter Bohlen und Angela Merkel – auch richtig gute und wichtige Lebensrückblicke gibt, die denen, die nach uns und von uns gekommen sind, wichtige Einblicke geben können. Die Erfahrungen von Zeitzeugen sind wertvoll und unersetzlich. 
Und außerdem ist das ja auch gar keine Biografie, sondern ein Lebensliederbuch. Und ich bin auch kein Schriftsteller, sondern ein Liedermacher. Und wie das erste Lied „Manchmal war ich ein ziemlicher Idiot“ zeigt, das ich dem ganzen quasi als Kurzüberblick voranstellen möchte, habe ich mich in meinem Leben zu einer Menge Unsinnigkeiten hinreißen lassen. Warum nicht noch eine mehr? 

KLAUS ADAMASCHEK Guttelsburg, Januar 2025

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